Schulnoten

Definition

Unter Schulnoten versteht man in der pädagogischen Diagnostik ein deskriptives, analytisches, nicht am Durchschnitt orientiertes Klassifikationsschema.

Diese Schulnoten werden in Deustchland als Ziffernnoten dargestellt und reichen von 1(sehr gut) bis 6(mangelhaft)

Funktionen

Den Noten kommen im schulischen Kontext wichtige Aufgaben zu. Da diese selbsterklärend sind folgt hier nur eine kurze Aufzählung:

- Soziale Funktion -> Weichenstellung für Bildungswege oder Beruf, Selektion im schulischen Kontext
- Disziplinierungsfunktion
- Feedbackfunktion
- Anreizfunktion -> Motivation
- Berichtfunktion -> Gutachten, Elterngespräche, Zeugnisse

Für Schüler bieten Noten ein Vergleichsmittel mit Mitschülern oder Freunden, sie sind motivierend, stellen die eigenen Leistung leicht verständlich dar und bieten eine Art der Rückmeldung.

Doch auch für Lehrer sind Schulnoten von großer Bedeutung, da sie auch dem Lehrer Rückmeldung z.B. über seinen Unterricht, das Verständnis der Schüler etc bieten, sie erleichtern dem Lehrer die Berichterstattung bei Eltern oder Kollegen, sie dienen als Erziehungsmittel und ermöglichen einen Vergleich zwischen Klassen oder Schülern.

Schulnoten sollten sowohl in mündlichen als auch in schriftlichen Prüfungen immer durch Anwendung und Kontrolle der Gütekriterien ermittelt werden.

Kritik

Pro:
- leicht zu handhaben im Gegensatz zu einer verbalen Beurteilung
- Ziffern motivieren nachgewiesen mehr
- bereiten auf weiterführende Schulen vor
- klare Sprache
- einheitlich

Contra:
- mangelnde Vergleichbarkeit
- fördern Konkurrenzdeken
- keine Aussagen über den Lernprozess
- alleinige Betrachtung der Endleistung
- frühzeitige Ettiketierung

Alternativen:
- bestanden/ nicht bestanden
- Wortgutachten
- Diagnosebögen
- Mischform aus verbaler Beurtelung und Ziffernoten

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