Reliabilitaet

Begriff

Reliabilität (Zuverlässigkeit) ist der Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test ein bestimmtes Verhalten oder Persönlichkeitsmerkmal misst. Da Testergebnisse immer mit Fehlern behaftet sind, müssen diese Messfehler behoben werden, um bestmögliche Reliabilität herzustellen.

Weitere Merkamalen

  • Reliabilität ist ein formales Gütekriterium, das heißt sie sagt nichts über den Inhalt aus.
  • Reliabilität ist nach Objektivität das zweite Hauptgütekriterium und somit die Voraussetzung für Validität.
  • Reliabilität wird durch den Zuverlässigkeitskoeffizienten ausgedrückt. Dieser ist ein Korrelationskoeffizient aus mehreren (Teil-)Messergebnissen (siehe unten).

Arten von Reliabilität

Die Reliabilität einer Datenerhebung kann auf verschiedene Arten überprüft werden:

  • Wiederholung des Tests und Vergleich beider Messergebnisse
  • Split-Half-Test: Vergleich der Messergebnisse beider Hälften eines Tests
  • Paralleltest: Vergleich der Ergebnisse aus mehreren gleichartigen Testformen
  • Konsistenzanalyse: Zerlegung eines Tests in einzelne Items und Vergleich ihrer Ergebnisse.

Aus diesen Methoden können jeweil unterschiedliche Zuverlässigkeitskoeffizienten berechnet werden, die zur Abschätzung des Messfehlers herangezogen werden können. Mit jeder Methode können jeweils unterschiedlich hohe Korrelationswerte errechnet werden.

Herstellung von Reliabilität

Folgende Faktoren können das Messergebnis verzerren und sind daher zu minimieren:

  • Ungenauigkeiten des Messinstruments (z.B. schlecht ausgewählte Testaufgaben)
  • Umgebungseinflüsse
  • Temporäre Veränderungen des Probanden
  • ungenaue Durchführung und Auswertung des Tests

Prüfungsfragen zum Thema

Siehe auch Prüfungsfragen zu Gütekriterien

Siehe auch

Gütekriterien

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