Praeinstruktionale Massnahmen

Begriff

Präinstruktionale Maßnahmen sind vor den eigentlichen Lernprozess geschaltete Tätigkeiten der Lehrkraft, um die Lücke zwischen dem neuen Material und der vorhandenen Kenntnisstruktur (Vorwissen) zu schließen. Sie dienen also der Elaboration des Lernstoffs.

Beispiele

  • Vortests richten das Augenmerk des Schülers auf wesentliche Aspekte, ohne sie direkt zu benennen.
  • vorausgehende Übersichten sind Zusammenfassungen der nachfolgenden Lerneinheit.
  • vorangestellte Einordnungshilfen stellen den Kontext dar, in dem sich das zu Lernende einordnen lässt.

Vor- und Nachteile

Pro
+ Vorwissen wird aktiviert
+ Es wird geklärt, was am Lerninhalt besonders wesentlich ist
+ Lernstoff wird besser im Kontext gelernt
+ Lernstoff wird im Gedächtnis besser vernetzt (siehe Elaboration)
+ Es wird für die Schüler leichter, die Struktur des Stoffs nachzuvollziehen

Contra
- Schüler haben schon eine Übersicht und beschäftigen sich im Folgenden evtl. weniger intensiv mit dem Stoff
- Bei offeneren oder komplexeren Inhalten (z.B. Textinterpretation) wird schon zu viel vorweg genommen (starke Lenkung)

Prüfungsfragen

Zu diesem Thema wurden seit 2003 für Grund-/Hauptschule keine Prüfungsfragen gestellt.

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