Nuetzlichkeit

aus Lukesch:
„Ein Test ist dann nützlich, wenn er ein Persönlichkeitsmerkmal mißt, für dessen Untersuchung ein praktisches Bedürfnis besteht. Ein Test hat demgemäß eine hohe Nützlichkeit, wenn er in seiner Funktion durch keinen anderen vertreten werden kann, und er hat eine geringe Nützlichkeit, wenn er ein Persönlichkeitsmerkmal prüft, das mit einer Reihe anderer Tests ebenso gut untersucht werden könnte" (Lienert, 1967, S. 19).

Die Nützlichkeit eines diagnostischen Verfahrens bestimmt sich nicht allein aufgrund seiner für eine Entscheidung relevanten Validitätskoeffizienten. Darüber hinaus ist die Art der diagnostischen Entscheidung, die Bedeutung der Untersuchung für den Probanden, die Bedeutung der Entscheidung für die Institution, die vorhandene Untersuchungsstrategie, die gegebenen Rahmenbedingungen für die Diagnoseverfahren, Art und Umfang der bereits vorliegenden Information über den Probanden, festgelegte Selektionsquoten, Kosten der Untersuchung etc. zu berücksichtigen.

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