Auswertungsobjektivitaet

Begriff

Auswertungsobjektivität ist der Grad, in dem das Ergebnis eines Tests unabhängig vom Untersucher ist. Das heißt, dass verschiedene Beurteilende zu den gleichen Ergebnissen kommen sollten.

Achtung: Auswertungsobjektivität wird oft mit Interpretationsobjektivität verwechselt!

Beispiele

  • Zwei Lehrer, die die gleiche Schulaufgabe korrigieren, sollten als Ergebnis die gleiche Punktzahl herausbekommen.
  • Zwei Prüfer, die einen Rechtschreibtest durchführen, sollten am Ende die gleiche Fehlerzahl errechnen.

Maßnahmen zur Herstellung von Auswertungsobjektivität

a) Beurteilungsverfahren sollten zuvor festgelgten Kriterien unterliegen. Es wird z.B. festgelegt:

  • welche Aufgabe mit wie vielen Punkten zu bewerten ist.
  • welche Fehler gewertet, halb gewertet, oder nicht gewertet werden.

b) Bei geschlossenen Antwortformen (Multiple-Choice-Test) ist die Auswertungsobjektivität sehr hoch, da mit Schablonen oder maschinell ausgewertet werden kann.

Kritik an Notengebung

Kritik an Notengebung bezieht sich oft auf die mangelnde Auswertungsobjektivität von Schulnoten. Dies ist vor allem bei Aufgaben mit sehr offenen Antworten (wie z.B. Ausätzen) der Fall.

Siehe auch:

Objektivität
Durchführungsobjektivität
Interpretationsobjektivität

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